Trend verschlafen
Lausitzer Rundschau: Zu Rußfilter/Steuerförderung: Trend verschlafen
31.01.2005 - 19:44 Uhr
Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu
Rußfilger/Steuerförderung:
In der Umweltpolitik ist Deutschland weltweit ein Musterknabe.
Finessenreiche Umwelttechnologie ,,Made in Germany“ ist Gewinn
bringender Exportschlager. Bis dahin war es ein langer Weg, galt es
doch, viele Widerstände aus dem Weg zu räumen. Heute ist es hier zu
Lande Standard-Einsicht, dass Umwelttechnologie unser aller
Gesundheit richtig gut tut. Auf das Geleistete und Erreichte dürfen
wir zu Recht stolz sein. Anders beim Dieselrußfilter. Da hat die
deutsche Autoindustrie einen Trend glatt verschlafen. Die Franzosen
zeigen uns auf diesem Feld schadenfroh eine lange Nase. Als aus
Umweltgründen vor vielen Jahren der Katalysator für Benzinautos auf
den Markt kam, verhalfen unsere Politiker dieser Neuerung zu einem
gigantischen Markterfolg, indem sie zum Mittel der steuerlichen
Förderung griffen. Der Ruf eben danach wird nun auch beim
Dieselrußfilter laut. Herkömmliche Dieselmotoren sind nämlich
Rußpartikel-Schleudern. Über eine lange zeitliche Distanz eingeatmet,
können diese Staubteilchen zum Krebstod führen. Experten sprechen von
8000 Toten pro Jahr allein in Deutschland. Und deshalb nun eine
gigantische neue Finanzsubvention einführen, wo wir in Deutschland
doch gerade bei der überbordenden Subventionitis die Axt anlegen
wollen? Nein, das wäre der falsche Weg. Auto-Kanzler Schröder sollte
vielmehr in unser aller Interesse ein Machtwort sprechen. Warum
setzen er und sein Umweltminister Trittin nicht ein verbindliches
Datum, bis wann für jeden Diesel-Pkw ein Rußfilter oder eine
vergleichbare Technik verbindlich vorgeschrieben ist? Verwundern täte
es, bekäme die viel gelobte deutsche Autobranche das nicht hin.
Basta!, Herr Schröder.
ots-Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe:
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=47069
Rückfragen bitte an:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
Email: lr@lr-online.de
31.01.2005 - 19:44 Uhr
Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu
Rußfilger/Steuerförderung:
In der Umweltpolitik ist Deutschland weltweit ein Musterknabe.
Finessenreiche Umwelttechnologie ,,Made in Germany“ ist Gewinn
bringender Exportschlager. Bis dahin war es ein langer Weg, galt es
doch, viele Widerstände aus dem Weg zu räumen. Heute ist es hier zu
Lande Standard-Einsicht, dass Umwelttechnologie unser aller
Gesundheit richtig gut tut. Auf das Geleistete und Erreichte dürfen
wir zu Recht stolz sein. Anders beim Dieselrußfilter. Da hat die
deutsche Autoindustrie einen Trend glatt verschlafen. Die Franzosen
zeigen uns auf diesem Feld schadenfroh eine lange Nase. Als aus
Umweltgründen vor vielen Jahren der Katalysator für Benzinautos auf
den Markt kam, verhalfen unsere Politiker dieser Neuerung zu einem
gigantischen Markterfolg, indem sie zum Mittel der steuerlichen
Förderung griffen. Der Ruf eben danach wird nun auch beim
Dieselrußfilter laut. Herkömmliche Dieselmotoren sind nämlich
Rußpartikel-Schleudern. Über eine lange zeitliche Distanz eingeatmet,
können diese Staubteilchen zum Krebstod führen. Experten sprechen von
8000 Toten pro Jahr allein in Deutschland. Und deshalb nun eine
gigantische neue Finanzsubvention einführen, wo wir in Deutschland
doch gerade bei der überbordenden Subventionitis die Axt anlegen
wollen? Nein, das wäre der falsche Weg. Auto-Kanzler Schröder sollte
vielmehr in unser aller Interesse ein Machtwort sprechen. Warum
setzen er und sein Umweltminister Trittin nicht ein verbindliches
Datum, bis wann für jeden Diesel-Pkw ein Rußfilter oder eine
vergleichbare Technik verbindlich vorgeschrieben ist? Verwundern täte
es, bekäme die viel gelobte deutsche Autobranche das nicht hin.
Basta!, Herr Schröder.
ots-Originaltext: Lausitzer Rundschau
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Gobsch - 31. Jan, 21:19